Sonderehrenpreis

„Unser Ziel ist es mit dem Sonderehrenpreis den Fokus einerseits vermehrt auf den Abreiteplatz zu lenken. Denn es geht auf dem Turnier nicht nur alleine um die Prüfung selbst, sondern eben gerade auch um das zielgerichtete und pferdegerechte Abreiten, also die Vorbereitung. So entscheidet diese maßgeblich, mit welchem Gefühl Reiter und Pferd in die Prüfung gehen.“

Der Xenophon-Sonderehrenpreis für pferdegerechtes Abreiten wird bereits seit 2008 auf unterschiedlichen Turnieren an Reiterinnen und Reiter der Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit verliehen. Dabei wird der Preis unregelmäßig, allerdings mindestens sechs bis achtmal im Jahr, ausgelobt. Insgesamt haben wir bislang rund 40 Reiterinnen und Reiter geehrt.

Die Mischung macht´s
Xenophon setzt bei der Auswahl der Turniere auf eine Mischung zwischen eher ländlicheren Turnieren und größeren regionalen bzw. überregionalen Veranstaltungen. Der Grund: Wir wollen sowohl an der Basis vermitteln, dass ein zielgerichtetes und pferdegerechtes Abreiten gemäß der klassischen Grundsätze durch nichts zu ersetzen ist. Aber auch die bereits fortgeschritteneren Turnierreiter wollen wir mit dem Preis ermutigen, auf pferdegerechte und zielgerichtete Art und Weise zu arbeiten, und zwar unabhängig von einer Platzierung.

Wir wollen anXenophon-Sonderehrenpreis Leverkusen 2015dererseits mit dem Preis bewusst Vorbilder für pferdegerechtes (Ab-) Reiten im Sinne der Richtlinien schaffen, diese dann auch öffentlich für gutes Reiten loben und so einen Ansporn für andere Reiter geben. So gilt es an der Basis zu vermitteln, dass ein zielgerichtetes Abreiten gemäß der klassischen Grundsätze durch nichts zu ersetzen ist. Aber auch die bereits fortgeschritteneren Turnierreiter wollen wir damit ermutigen, auf pferdegerechte Art und Weise zu arbeiten, und zwar unabhängig von einer Platzierung.

Beurteilungskriterien des Xenophon-Sonderehrenpreis
Die Beurteilung der Reiter erfolgt in der Regel durch ein Vorstandsmitglied von Xenophon in Abstimmung mit einem anwesenden Richter. Dabei stehen zwei Bereiche im Vordergrund: Auf der einen Seite fließt das pferdegerechte Abreiten gemäß der Richtlinien in die Bewertung ein. Auf der anderen Seite betrachten wir auch die Zielführung einer Vorbereitung auf die jeweilige Prüfung.

Dabei lehnen sich die Auswahlkriterien von Xenophon an den Kriterienkatalog Abreiten der FN, an die Grundsätze der klassischen Reiterei im Sinne der H.Dv. 12 sowie an die Richtlinien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) an. So stehen beispielsweise Fragen zum Gesamtbild, also wie geht der Reiter mit dem Pferd um, wie wird das Pferd gelöst, wie gearbeitet, gelobt und gegebenenfalls korrigiert, ist das Programm dem Alter und Ausbildungsstand der Pferde angemessen, achtet der Reiter auf ausreichend Pausen und vieles mehr im Fokus. Eine Platzierung ist für die Vergabe des Ehrenpreises unerheblich. Ausgezeichnet werden Reiter, die ihre Pferde gemäß der Skala der Ausbildung sowie der Richtlinien arbeiten.

Zudem sichtet Xenophon auch die jeweiligen Prüfungsritte. Hier ist nicht der Rang, sondern die Umsetzung des Abreitens unter Prüfungskriterien entscheidend – Fehler sind also durchaus erlaubt.