Pfingstturnier in Wiesbaden: Schock-Moment und ein Parcours-Marathon

Beim diesjährigen Pfingstturnier im Wiesbaden ging es für unsere Promis sowohl auf dem Viereck als auch auf dem Grün um die begehrten Schleifen. Doch nicht alles lief nach Plan. 

Als erste ging Uta Gräf am ersten Turniertag mit dem neunjährigen Fürst Grandios-Sohn Feeling Good H ins Rennen. Im nationalen Prix St. Georg zeigten Beide eine tolle Runde und wurden mit dem zweiten Platz (70,158 Prozent) belohnt. In der darauf folgenden Intermédiaire I, die zwischen den besten Paaren im Prix St. Georg ausgetragen wurde, sicherte sich das Paar mit 67,158 Prozent die blaue Schleife.

Reitmeisterin Ingrid Klimke war – wie schon in den Vorjahren – wieder doppelt im Einsatz. In der Dressur hatte sie sowohl die neunjährige Rheinländer-Stute Geraldine als auch Fidertanz-Sohn Franziskus für die Louisdor-Preis-Tour mit in den Schlosspark gebracht. In der Einlaufprüfung ließ Franziskus der bunten Grandios-Tochter noch den Vorrang auf den zweiten Platz (73,237 Prozent) und rangierte sich dahinter auf dem dritten Platz (72,842 Prozent). In der Qualifikationsprüfung drehte der statiöse Braune dann den Spieß um, und zwar richtig: Mit einer feinen Runde hieß es am Ende Platz eins (74,907 Prozent) und damit das begehrte Ticket für das Finale Mitte Dezember in Frankfurt. Für Geraldine, die sich bereits in Hagen das Finalticket gezogen hatte, gab es Platz drei (73,535 Prozent).

Und auch auf dem Springplatz mischte Klimke mit: In der CSI4*-Springprüfung (1,40 m) lief der Sir Chamberlain-Sohn Parmenides eine feine Runde, leistete sich allerdings einen Abwurf. Platz 17. Platz mit vier Strafpunkten und einer Zeit von 63,14 Sekunden. Gemeinsam mit der Holsteiner-Stute Wolterra gab es in der CSI4*-Prüfung (1,40m) für Rang 27. Die Stute legte dann aber im Zwei-Phasen-Springen am Folgetag nach: Platz 17 mit vier Fehlern in einer Zeit von 39,65 Sekunden.

Schock-Moment für Ingrid Klimke in der CIC3*-Tour

Natürlich war Ingrid Klimke auch in diesem Jahr wieder beim CIC3*-Tour am Start. Mit dabei: Ihr Top-Pferd, die 13-jährige Embassy-Tochter SAP Escada FRH. Doch allerdings lief es hier leider nicht, wie geplant. Nach zwei super Runden in der Dressur und im Springen ging es für das Paar mit lediglich 38,6 Minuspunkten ins Cross. Auch hier sah es bis kurz vor Schluss nach einem sicheren Sieg aus. Doch dann hatte Escada zwei Vorbeiläufer am vorletzten Hindernis und ging im Ziel lahm. Die Hannoveraner-Stute wurde umgehend tierärztlich untersucht. Ingrid Klimke kündigte gegenüber St. Georg allerdings an: „Wir, die Besitzer von Escada und ich, warten jetzt ab, was bei der Untersuchung herauskommt. Aber wir wollen kein Risiko eingehen. Wenn Escada nicht wieder absolut fit werden sollte, werden wir auf jeden Fall im Sinne des Pferdes entscheiden und sie nicht mehr in den Sport zurückbringen.“ Wir drücken die Daumen, dass nichts ernstes passiert ist.

Parcours-Marathon mit Xenophon-Buschi Michael Jung

Auch Olympiasieger und Weltmeister Michael Jung fuhr am Pfingstwochenende zweigleisig, legte aber einen wahren Reit-Marathon hin. In der CIC3*-Tour ritt Jung quasi außer Konkurrenz. Er hatte den neunjährigen ehemaligen Weltmeister der jungen Vielseitigkeitspferd Star Connection Z mit in den Schlosspark gebracht. Dieser gab in Wiesbaden sein 3*-Debüt. Mit Erfolg: In der Dressur zeigte der Hannoveraner eine souveräne Runde, die mit 41,7 Minuspunkten belohnt wurde. Und auch im nachfolgenden Springen rangierte sich das Paar auf dem dritten Rang ein. Da Connection Z aber noch keine 3*-Platzierung hat, lief er die Prüfung außer Konkurrenz und erschien damit auch nicht im Live Score auf.

Und dass Michi Jung auch im Parcours zuhause ist, zeigte der 34-jährige in Wiesbaden eindrucksvoll: Mit dem Cartani-Sohn fischerDaily Impressed ging es in die CSI4*-Tour (1,40m). Dabei sicherten sich die beiden mit einer Nullfehlerrunde den vierten Platz. Weiter ging es dann im Lotto-Hessen-Preis, einer CSI4*-Sterne Prüfung (1,50 m). Mit dem achtjährigen fischerSolution reichte es trotz eines Abwurfs und einer Zeit von 71,08 Sekunden für Platz 15. Im Preis der KTB Plan- und Bauregie GmbH, einer CSI4*-Prüfung (1,40 m) gelang Michi Jung der Hattrick: Die goldene Schleife sicherte er sich mit der Westfalen-Stute fischerChelsea (0 Fehler, 63,13 Sekunden). An zweiter Stelle platzierte er mit null Fehlern und in einer Zeit von 64,29 Sekunden seinen Schimmel-Wallach fischerDaily Impressed. Und weil es so gut lief, sicherte sich Jung in der nachfolgenden Prüfung, dem Preis der Firma Pütz-Folien – einer internationalen Zwei-Phasen-Springprüfung (1,45 m) – ebenfalls mit seiner fischerChelsea den ersten Rang (0 Fehler, 26,47 Sekunden). In der Qualifikationsprüfung der DKB-Riders (1,55 m) Tour zeigte der Carthino-Sohn fischerSolution doch noch seine ganze Qualität und sicherte sich Rang vier (0 Fehler, 46,06 Sekunden). Am Montag griff Michael Jung dann noch einmal richtig an: In der CSI4*-Zwei-Phasen-Springprüfung (1,40 m) gab es mit fischerDaily Impressed die silberne Schleife (0 Fehler, 32,96 Sekunden). Im anschließenden Punktespringen mit Joker (1,50 m) griff der Reitmeister wieder mit fischerChelsea an und sicherte sich in diesem Springen Rang vier (65 Punkte, 55,82 Sekunden).

Herzlichen Glückwunsch Ihnen allen!

Hier gibt es alle Ergebnisse.

Liebe Xenophon-Mitglieder,
liebe Fans von Xenophon,

wir sind empört über die Abschaffung der Dressur-Fußnoten, welche anlässlich der FEI-Generalversammlung Mitte November beschlossen wurde. Dies ist eindeutig die falsche Richtung – weg von pferdegerechten und klassisch ausgebildeten Pferden und Reitern, hin zu Spannungsgestrampel bzw. -getrampel.

Unser Vorstand hat sich in einer Stellungnahme zu den Ereignissen geäußert.

Herzliche Grüße
Ihr Xenophon-Team