LPO 2018 – ein Fortschritt?

Noch ein knappes Jahr, dann tritt die neue Leistungsprüfungsordnung (LPO) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Kraft. Bereits jetzt wurden die wichtigsten Änderungen bekannt gegeben, damit Reiter sich auf allen Ebenen auf die Umsetzung vorbereiten können. Mit eingeflossen in die Neuerungen sind unter anderem mehr als 150 Anträge und Verbesserungsvorschläge sowie die Ergebnisse der FN-Umfrage zur pferdegerechten Ausbildung und der Tierschutztagung 2015. Wir von Xenophon unterstützen es sehr, dass die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hier demokratisch zu Werke gegangen ist und sich Anregungen von außen eingeholt hat.

Leistungs-Prüfungsordnung 2013Inhaltlich sind es mehrere Aspekte, über deren Einführung wir uns sehr freuen: Zum einen, dass in Zukunft jeder Abreiteplatz einen aufsichtsführenden Richter zu haben hat. Das ist längst überfällig. Hoffen wir, dass diese aufsichtsführenden Personen dann auch mit dem Know-How sowie entsprechender Sozialkompetenz ausgestattet sind, die sie für ihre Aufgabe benötigen! Und dass sie ihren Job ernst nehmen und hinschauen! Zum anderen begrüßen wir, dass künftig mehr Dressurprüfungen in der mittleren und schweren Klasse zumindest für die jungen Pferde und Reiter in Dressurreiterprüfungen auf Trense geritten werden dürfen.

Als inkonsequent erachten wir hingegen den Kompromiss bezüglich der Schlaufzügel-Regelung: Die erwähnte Umfrage der FN hat ergeben, dass auch viele Turnierreiter selbst Schlaufzügel und damit häufig verbundene unschöne Bilder nicht mehr sehen wollen. Die neue LPO besagt, dass Schlaufzügel in Springprüfungen ab 2018 erst ab Klasse M** erlaubt sind. Thies Kaspareit, Leiter der Abteilung Ausbildung und Wissenschaft bei der FN, erklärte, man habe damit deutlich gemacht, dass Schlaufzügel (sowie auch bestimmte Gebisse) nur in die Hand erfahrener Reiter gehören. Auch hätte man damit beides von den meisten ländlichen Turnieren verbannt, da deren Ausschreibungen in der Regel bei M* ende. Wir fragen uns allerdings: Warum folgt man nicht dem Beispiel der Schweiz und verbiete Schlaufzügel ganz? Wie war das – Schlaufzügel gehören nur in die Hände eines Meisters. Und reitet ein Meister mit Schlaufzügeln, ist er kein Meister.

Wer bei großen internationalen Turnieren den besten Springreitern der Welt beim Training zusieht wird feststellen: Die wenigsten davon reiten mit scharfen Gebissen und Schlaufzügeln, wenn sie ihre Pferde gymnastizieren. Warum sollte dann ein Amateur auf M-/S-Niveau welche benötigen?

Liebe Xenophon-Mitglieder,
liebe Freunde von Xenophon,

auch wir sind erschüttert über das Kriegsgeschehen in der Ukraine.

Das Ausmaß der Zerstörung und das Leid hat uns tief getroffen. Wir sind in Gedanken bei allen betroffenen (Pferde-)Menschen – sei es in der Ukraine oder auf der Flucht.

Viele Hilfsaktionen sind bereits angelaufen und auch wir wollen unseren Beitrag leisten. Konkret wollen wir Menschen helfen, die hier bei uns untergekommen sind. Hierfür suchen wir (Ihre) Ideen, wie wir gemeinsam diesen Menschen helfen können, ihre Erlebnisse zu verarbeiten bzw. etwas erträglicher zu machen.

Sie haben eine Idee? Super, dann senden Sie uns diese gerne an info@xenophon-klassisch.org.

Ihr Xenophon-Team