Mitgliedertreffen der Xenophon-Regionalvertretung Rheinland

Das neue Jahr ging für die Xenophon-Mitglieder im Rheinland wieder mit vollem Programm los. Denn die beiden Regionalvertreter Uwe Kröll und Friedhelm Petry luden kurzfristig Mitte Februar zum Mitgliedertreffen auf Gut Anstelburg in Kerpen. Dennoch fanden etwa 25 Mitglieder und Interessierte den Weg zum Treffen. Neben einem FEI Richter und Funktionär, einem ehemaligen Bundestrainer der Fünfkämpfer, einer Tierärztin sowie einer Vertreterin der Berufsschule für Pferdewirte zählten Kröll und Petry zahlreiche Pferdewirtschaftsmeister, Bereiter sowie langjährige erfahrene Reitstallbesitzer, Freizeitreiter und Turnierreiter zu den Gästen.

Das Treffen startete zunächst mit einem Jubiläum: Denn am 14. Februar feierte Xenophon seinen 10. Geburtstag. Vor einem Jahrzehnt gründeten Reitmeister Klaus Balkenhol, Hippologe Hans-Heinrich Isenbarth, Ausbilderlegende Major a.D. Paul Stecken, Tiermediziner Dr. Gerd Heuschmann und weitere Größen der Reitsportszene, den Verein Xenophon zu gründen, eine Gesellschaft zum Erhalt und zur Förderung der klassischen Reitkultur. Für Uwe Kröll und Freidhelm Petry der Aufhänger nochmals die Geschichte des Vereines mit den wichtigsten Eckpunkten Revue passieren zu lassen. Dabei kam auch die Philosophie von Xenophon nicht zu kurz.

Im Anschluss daran startete das fachkundige Publikum direkt ins Eingemachte. So entbrannte im Kontext der Ausführungen zur Philosophie und Zielstellung des Vereins stand schnell ein Thema im Fokus: Die Ereignisse in Aachen und das damit einhergehende Verwässern der Richtlinien. Dabei diskutierten die Anwesenden das Geschehene auf einem sehr differenzierten und hohen Niveau, machten aber auch ihr Unverständnis für die vermeintliche Sorglosigkeit der Offiziellen im Umgang mit diesem Erbe. Gerade die Ereignisse bei der Europameisterschaft in Aachen im vergangenen Jahr haben gezeigt, dass großer Handlungsbedarf, sowohl auf Seiten der Offiziellen, als auch bei den Reitern, besteht. In diesem Kontext waren sich die Anwesenden einig, dass der Xenophon-Sonderehrenpreis für pferdegerechtes Abreiten ein Mosaik darstellt, um das Augenmerk auf die Vorbereitung zu lenken. Ein weiterer Punkt des Treffens war die Würdigung des Buches von Paul Stecken. In diesen Zeiten stellen seine Gedanken sicherlich eine wichtige Einordnung der aktuellen Entwicklungen dar.

Als einen der letzten, aber wichtigsten Diskussionspunkte, stand die Nachwuchsförderung im Sine der Richtlinien dar. Im Kern stand die Frage, wie Xenophon dazu beitragen kann, auch in der Zukunft genügend Reiternachwuchs auszubilden, der im Sinne der klassischen Reitlehre ausgebildet und damit als Vorbild für nächste Generationen agieren kann.

Leider verging bei diesen intensiven Fragestellungen die Zeit wie im Fluge, weshalb nicht auf alle Fragestellungen eine befriedigende Antwort gefunden werden konnte. Uwe Kröll zeigt sich aber dennoch zufrieden: „Wir haben heute wirklich auf einem fachlich äußerst hohem Niveau die aktuellen Themen betrachtet und diskutiert. Dabei herrscht bei uns Konsens darüber, dass Xenophon auch zukünftig weiter gegen den Strom schwimmen wird. Dabei haben wir aber das Gefühl – und unsere Erfolge in der Vergangenheit geben uns Recht –, dass wir nur so belastbare Dinge anschieben und bewegen können.“

Liebe Xenophon-Mitglieder,
liebe Fans von Xenophon,

wir sind empört über die Abschaffung der Dressur-Fußnoten, welche anlässlich der FEI-Generalversammlung Mitte November beschlossen wurde. Dies ist eindeutig die falsche Richtung – weg von pferdegerechten und klassisch ausgebildeten Pferden und Reitern, hin zu Spannungsgestrampel bzw. -getrampel.

Unser Vorstand hat sich in einer Stellungnahme zu den Ereignissen geäußert.

Herzliche Grüße
Ihr Xenophon-Team