Mit dem Seminarformat „Pferdewohl sichtbar machen“ greift die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) ein Thema auf, das im Pferdesport seit Jahren zu wenig klar und zu selten konsequent behandelt wird: die objektive Beurteilung des Pferdewohls.

Aus Sicht von Xenophon e. V. ist diese Initiative ausdrücklich zu begrüßen.
Denn noch immer fehlt es in der Praxis häufig an einer einheitlichen, fachlich fundierten Einschätzung, wenn es um Stress, Überforderung oder Schmerzen beim Pferd geht.

Weg von Gefühl – hin zu fundierter Beurteilung

Das Seminar setzt genau dort an, wo im Alltag oft Unsicherheit besteht:
Wie erkenne ich zuverlässig, wie es dem Pferd wirklich geht?

Vermittelt werden Kriterien, die sich an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren und dabei helfen, das Verhalten und die Ausdrucksformen des Pferdes richtig einzuordnen.

Ziel ist es, Graubereiche zu reduzieren und Entscheidungen nachvollziehbarer und verantwortungsvoller zu machen – im Training, auf dem Abreiteplatz und im Turniersport.

Praxisrelevanz statt Theorie allein

Ein zentraler Bestandteil des Formats ist die direkte Übertragung in die Praxis:
Wie lassen sich wissenschaftliche Erkenntnisse konkret anwenden?

Seine Erfahrung bringt hier Martin Plewa ein – Reitmeister und Mitglied des Aufsichtsrats von Xenophon e. V., der seit vielen Jahren für eine konsequent am Pferdewohl orientierte Ausbildung steht.

Multiplikatoren in der Verantwortung

Dass sich das Seminar gezielt an Richterinnen, Ausbilderinnen und Trainer*innen richtet, ist entscheidend.
Denn genau diese Gruppen prägen maßgeblich, was im Pferdesport als akzeptabel gilt – und was nicht.

Ein Impuls – der weitergehen muss

Die Auftaktveranstaltung findet am 22. April 2026 in Luhmühlen statt, weitere Standorte sind geplant.

Für Xenophon ist klar:
Dieses Format kann ein wichtiger Impuls sein – entscheidend wird jedoch sein, dass die gewonnenen Erkenntnisse konsequent in die Praxis getragen und auch eingefordert werden.