Ausgesucht wurden die Gewinnerinnen des ersten Xenophon Sonderehrenpreises für pferdegerechtes Abreiten 2026 von Pferdewirtschaftsmeisterin Alexandra Kappes, die im Reit- und Rennverein Walldorf als Ausbilderin tätig ist, zusammen mit den Richterinnen Heidi Liebherz und Kerstin Fuchs.
Aus dem Starterfeld für die Intermédiaire A war der Auswahljury die Vorbereitung von Tina von Briel mit dem einst gekörten, inzwischen aber gelegten Tallahassee besonders positiv aufgefallen. Die Reiterin habe den Tomahawk-Sohn ausgesprochen systematisch auf die Prüfung vorbereitet, berichtete Alexandra Kappes. Nach einer ruhigen Lösungsphase habe sie ihn Schritt für Schritt an die schwierigen Lektionen herangeführt, dazwischen immer wieder Pausen gemacht und auch die Zeit für die Vorbereitung gut bemessen.
Leider lief es dann in der Prüfung nicht ganz so gut für Oldenburger und seine Reiterin. Nach ein paar teuren Missverständnissen, aber auch guten Momenten verzichtete Tina von Briel auf eine Wertung. Es war aber auch erst die dritte S***-Prüfung für das Paar. Ihr Debüt auf diesem Niveau hatten sie vor wenigen Wochen in Sauerlach gegeben.
Gelohnt hat sich der Ausflug nach Walldorf trotzdem. In der Intermédiaire A erhielten die beiden den Xenophon-Sonderehrenpreis für pferdegerechtes Abreiten in Gestalt einer hochwertigen Abschwitzdecke. Tags darauf konnten sie sich in der Intermédiaire II an dritter Stelle platzieren.
Preisträgerin Nummer zwei: Caroline Fuchs
Bewusst hatte Alexandra Kappes eine Dressurprüfung der schweren Klasse und eine A-Dressur zur Vergabe des Xenophon-Preises ausgesucht. „Mir ist es wichtig zu zeigen, dass pferdegerechtes Reiten auf jedem Niveau notwendig ist und belohnt werden muss“, so Kappes.
In der Amateur-Dressurprüfung der Klasse A war es Caroline Fuchs (nicht verwandt mit der Richterin), die ihren 13-jährigen Württemberger Wallach Dublin v. Desiderius L besonders umsichtig auf die Prüfung vorbereitete. Wobei sie nicht nur umsichtig mit ihrem Pferd umging, sondern wie Alexandra Kappes besonders positiv vermerkte, auch ausgesprochen fair und rücksichtsvoll gegenüber ihren Mitreitern agierte. „In einer A-Dressur, die zu zweit geritten wird, ist die Abreitehalle natürlich voller als in der Klasse S“, ordnete die Ausbilderin ein. „Caroline Fuchs hat sich zwar auf ihr Pferd fokussiert, hatte aber die anderen Teilnehmer immer im Blick und ritt sehr vorausschauend.“
In der Prüfung wurden Fuchs und Dublin mit 7,2 Achte. Damit waren sie außerhalb der Schleifenplätze, konnten sich aber über die Xenophon-Abschwitzdecke freuen.
Gratulation an die beiden Preisträgerinnen!
