Xenophon bringt sich auch in diesem Jahr mit fachlicher Expertise ein
Wenn sich in Warendorf die besten Nachwuchspferde Deutschlands bei den Al Shira’aa Bundeschampionaten präsentieren, stehen sportliche Leistungen und die Qualität der Ausbildung im Mittelpunkt. Ebenso wichtig ist jedoch die Frage, wie den Pferden auf dem Weg in die Prüfung begegnet wird.
Genau hier setzt der BMLEH-Tierschutzpreis an. Der Sonderehrenpreis würdigt Reiterinnen und Reiter, die während der Bundeschampionate durch einen besonders pferdefreundlichen Umgang und pferdegerechtes Reiten positiv auffallen.
Mit dem Preis soll die Aufmerksamkeit ganz bewusst auf die vielen guten und vorbildlichen Situationen auf den Vorbereitungsplätzen gelenkt werden. Gleichzeitig soll die Auszeichnung über die Bundeschampionate hinaus für einen respektvollen und pferdegerechten Umgang mit Pferden in Sport und Freizeit werben.
Der Tierschutzpreis ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Unterstützt wird er von der Bundesvereinigung der Berufsreiter, der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e. V. und Xenophon e. V.
Der Blick richtet sich auf das gesamte Miteinander
Die Entscheidung darüber, wer mit dem Tierschutzpreis ausgezeichnet wird, entsteht nicht aus einem einzelnen Moment. Vielmehr werden die Reiterinnen und Reiter und ihre Pferde über die Veranstaltung hinweg auf den Vorbereitungsplätzen beobachtet.
Schon ab dem ersten Veranstaltungstag halten Richter und Stewards ihre Eindrücke fest. Ab Samstag sind zusätzlich die Preisrichtergruppen auf den verschiedenen Vorbereitungsplätzen unterwegs. In diesen Jurys arbeiten Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Organisationen zusammen.
Auch Xenophon ist hier mit fachlicher Expertise vertreten: Mitglieder aus Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere entsprechend qualifizierte Mitglieder unseres Vereins gehören den Preisrichtergruppen an.
Für sie gilt es, genau hinzusehen: Wie wird ein Pferd auf seine Prüfung vorbereitet? Wie reagiert der Reiter, wenn nicht alles auf Anhieb gelingt? Bleibt er auch in einer schwierigen Situation ruhig, fair und verständlich für sein Pferd? Welchen Eindruck vermittelt das Pferd selbst?
Gerade diese Situationen sagen viel über die Qualität des Miteinanders aus.
Neben dem Verhalten des Pferdes und dem Umgang des Reiters mit seinem Pferd spielen auch die Art der Vorbereitung, der Einsatz der Ausrüstung sowie das Verhalten bei Kontrollmaßnahmen eine Rolle. Orientierung bietet dabei unter anderem der FN-Kriterienkatalog für den Vorbereitungsplatz.
Gute Beispiele verdienen Aufmerksamkeit
Für Xenophon ist die Beteiligung an diesem Preis ein wichtiges Anliegen. Denn pferdegerechtes Reiten lässt sich nicht allein am Ergebnis einer Prüfung festmachen. Es zeigt sich in vielen kleinen Entscheidungen: in einer angemessenen Vorbereitung, in Geduld und Einfühlungsvermögen, in der Wahl der Hilfen – und nicht zuletzt darin, wie ein Reiter mit seinem Pferd umgeht, wenn eine Situation einmal nicht wie geplant verläuft.
Der Tierschutzpreis richtet den Blick deshalb bewusst auf das Positive. Er zeichnet einzelne Reiterinnen und Reiter aus und steht zugleich für die vielen Menschen, die ihre Pferde Tag für Tag verantwortungsvoll, respektvoll und mit Blick auf deren Wohlergehen ausbilden und begleiten.
Wir freuen uns, dass Xenophon auch bei den diesjährigen Bundeschampionaten an der Vergabe des Tierschutzpreises mitwirkt und seine Überzeugung von einer klassischen, pferdegerechten Ausbildung auf diese Weise aktiv einbringen kann.
