Xenophon-Ehrenpreis: Zwei neue Preisträgerinnen beim RV Altenautal

Xenophon, die Gesellschaft für Erhalt und Förderung der klassischen Reitkultur, hat anlässlich des Turniers des Reitvereins Altenautal vom 18. bis 19. Juni 2016 auf dem Fleyenhof des Reitmeisters Hubertus Schmidt in Borchen-Etteln zwei Xenophon Sonderehrenpreise für pferdegerechtes Abreiten vergeben. Vorstandsvorsitzende Susanne Ridderbusch hatte für die Wahl der Preisträgerinnen zwei Prüfungen, eine S-Dressur für Amateure und eine S-Dressur auf Intermediaire II-Niveau ausgewählt. Dabei beobachtete Sie alle alle Reiter in der Vorbereitungshalle ganz genau.

Xenophon_Ehrenpreis_BorchenEtteln_LiaWelschof_2016Eine Preisträgerin ist die erst 17-jährige Lia Welschof mit ihrem 12-jährigen Westfalen-Wallach Depeche Mode. Lia, die bereits erfolgreich in der Pony- und Junioren-Tour unterwegs war, ritt an diesem Wochenende erst ihre zweite Dressur der schweren Klasse – und das mit Erfolg: Am Ende erhielt sie – neben dem Xenophon-Sonderehrenpreis, eine bestickte Fleecedecke aus dem Hause Pikeur Eskadron, aus den Händen von Susanne Ridderbusch – auch noch die silberne Schleife für den zweiten Platz. Ganz harmonisch und mit Lob und Ruhe bereitete sie ihr Pferd vor. Ihre Mutter und Trainerin unterstützte sie mit Tipps.

In der Intermediaire II gestaltete sich die Auswahl schwieriger, da Helen Langehanenberg mit Diamigo OLD und Love-Light sowie Hubertus Schmidt mit Stern vorbildlich vorbereiteten, allerdings für den EhrenprXenophon_Ehrenpreis_BorchenEtteln_KatharinaHemmer_2016eis außerhalb der Konkurrenz ritten. Am Ende sicherte sich allerdings eine angehende Pferdewirtin den Sonderpreis: Katharina Hemmer vom RV Altenautal, die sich mit ihrem Oldenburger-Wallach Don Angelo in der Prüfung Platz vier sicherte, wurde von Ridderbusch für den begehrten Preis ausgewählt. Hemmer absolviert derzeit eine Ausbildung zur Pferdewirtin Schwerpunkt Reiten auf dem Fleyenhof.

„Alles in allem hat jeder auf dem Turnier wirklich gut abgeritten – das freut mich sehr! Es gab praktisch keine unschönen Bilder“, erklärt Xenophon-Vorsitzende Susanne Ridderbusch im Nachgang. „Für Xenophon ist es wichtig herauszustellen, dass es eben nicht nur um die Prüfung, sondern auch um das Abreiten, also die Vorbereitung, geht. Denn diese entscheidet maßgeblich, mit welchem Gefühl Reiter und Pferd in die Prüfung gehen. Mit dem Xenophon-Sonderehrenpreis wollen wir daher dazu beitragen, die Bedeutung des pferdegerechten Abreitens in den Fokus zu rücken, in dem wir vorbildliche Reiterinnen und Reiter mit dem begehrten Preis auszeichnen.

Liebe Xenophon-Mitglieder,
liebe Fans von Xenophon,

wir sind empört über die Abschaffung der Dressur-Fußnoten, welche anlässlich der FEI-Generalversammlung Mitte November beschlossen wurde. Dies ist eindeutig die falsche Richtung – weg von pferdegerechten und klassisch ausgebildeten Pferden und Reitern, hin zu Spannungsgestrampel bzw. -getrampel.

Unser Vorstand hat sich in einer Stellungnahme zu den Ereignissen geäußert.

Herzliche Grüße
Ihr Xenophon-Team